Willkommen beim Kanarenflug
   
 

 

Tag 5 - 22.06.2007 / Casablanca - Agadir - Agadir

 

 

 

Um 8:00 Uhr Ortszeit treffen wir uns in der Lobby de Hotels. Die Nacht war eine einzige Katastrophe. Das Hotel ist derart schlecht gebaut, dass man jeden Schritt auch noch zwei Stockwerke höher hören kann. In der Nacht war es kaum möglich zu schlafen. Vom Furz bis zum Ehekrach haben wir alles voll mitbekommen. Da hab ich halt Alsashira (keine Ahnung wie das geschrieben wird) angeschaut. Casablanca scheint erst aufzuwachen wenn es dunkel wird. Wir sind gestern noch ein wenig in der Stadt herumgelaufen. Unbeschreiblich, überall Menschen die kreuz und quer über die Straßen laufen. Die Autos halten voll drauf zu und biegen in 3 er Reihen ab (klar das es eigentlich nur eine Spur zum abbiegen gibt). Man muß aufpassen, dass man sich nicht den Fuß bricht, weil es große Löcher in den Gehsteigen gibt. Wir wurden wie Außerirdische angeschaut und ständig labert eine jemand an. Der ganze Spuk geht bis um 4 Uhr, ein unbeschreiblicher Lärmpegel. Otto hat dann noch einen Gockel gegessen, Jutta und ich lieber nichts. Nach einem Frühstück haben wir bezahlt und an der Rezeption ein Taxi bestellt. Da kam natürlich kein echtes Taxi, sondern ein Typ mit einem alten 190er. Erstmal hatte er keine Ahnung wo der Flugplatz Tit Mellil ist und er konnte auch nicht sagen was es kosten wird. Wir haben uns dann auf so ca. 250 Dh geeinigt. Nach etwas Sucherei, haben wir dann den Flugplatz gefunden. In der Nacht haben zwei Hunde blöderweise unseren Staurohrschutz als Spielzeug mißbraucht. Getankt hatten wir ja schon und nach Verabschiedung der wirklich netten Crew des Flugplatzes ging es um 10:44 Uhr nach Agadir. 2 Dinge mußten wir unbedingt beachten, nicht die Moschee und die Innenstadt von Casablanca überfliegen und kurz vor Agadir an einem Kap sofort auf Ostkurs gehen, damit das Militär nicht nervös wird. Da es weder Kartenmaterial noch sonst irgendwelche Infos südlich von Safie gibt, ist es nicht immer einfach einen Platz anzufliegen. Wir sollten einen Punkt melden, den wir nicht kannten. Der Controller gab uns dann die Koordinaten durch und ich hab sie schnell ins GPS eingegeben. Natürlich war hier auch wieder ein Airliner im Anflug und wir mußten ein paar Holdings fliegen. Nach der Landung kam wieder ein Uniformierter mit richtig viele Gold mit den weißen Karten, die haben wir natürlich auch in Casablanca schon vor dem Abflug ausgefüllt. Allerdings alles bis jetzt immer sehr nette Jungs, muß man echt sagen. Nach Infos bei der AIS über die VFR Meldepunkte wollten wir weiter nach Fuerteventura. Die Ausreise war somit erledigt und unser Flugplan sah vor, immer an der Marokanischen Küste entlang bis Kap Juby und dann die ca. 50 Meilen rüber nach Fuerte. Um 14:11 Uhr sind wir gestartet. Nach so ca. 45 Minuten bildete sich starker Küstennebel um uns herum, es blieb uns nichts anderes Übrig als umzukehren, da wir keinerlei Kontakt zu FIS, oder Volmet hatten um zu erfahren wir das Wetter Richtung Kanaren ist. Wir wollten nicht 150 Meilen über Seenebel auf den Atlantik raus fliegen und dann keine Alternative mehr haben. Erst wollten wir nocht testen, ob man unter dem Nebel fliegen kann, der ging aber fast bis auf den Boden/Meer. Also war die Entscheidung klar, Safety first. Kurz nachdem wir zurück in Richtung Agadir geflogen sind, hat sich eine Air Maroc Crew gemeldet und als Relais nachgefragt ob wir zurück fliegen wollen oder was los sei. Es wird also aufgepaßt bei der Marokanischen Flugsicherung, obwohl kein direkter Funkkontakt möglich war. Da uns die Zeit davon läuft haben wir uns entschlossen heute in Agadir zu übernachten und nicht mehr auf die Kanaren zu fliegen, obwohl wir ja schon auf Höhe von Lanzarote waren. Egal, die Strecke die wir bis jetzt geflogen sind, war auch schon sehr Interessant. Morgen wollen wir nach Marrakesch fliegen, ein nur kurzer 1,5 Std. Flug.

Flugzeit: Casablanca - Agadir 02:05 Std.
Flugzeit: Agadir - Agadir 01:36 Std.

hier gibt es Bilder des vierten Tages

Nachfolgend unser Flugweg.